VENTANA ünterstützt Sekundarschule

IHK-Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“

Die Sekundarschule Vreden und die VENTANA Deutschland GmbH & Co. KG in Vreden sind offizielle Koopera-tionspartner im Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ der In-dustrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Vertreter von Unternehmen und Schule unterzeichneten heute (20. Dezember 2017) eine entsprechende Vereinbarung. Damit steigt die Zahl der Kooperationen im Kreis Borken auf 88. Für die Sekundarschule Vreden ist es die erste Partnerschaft mit einem Unternehmen in der IHK-Initiative.

Hauptziel des IHK-Projektes ist es, Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung sowie Unternehmen bei der Siche-rung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen. „Viele Ju-gendliche haben nur ungenaue Vorstellungen von einer betrieb-lichen Ausbildung und den guten Karrierechancen, die sie bie-tet“, erklärt IHK-Projektmitarbeiterin Melanie Vennemann. Un-ternehmen wie VENTANA Deutschland seien bestens geeignet, „den Schülern die Vielfalt und Wirklichkeit der Arbeitswelt zu zeigen, mit ihren Möglichkeiten, aber auch mit ihren Anforde-rungen“, so Vennemann weiter.

VENTANA Deutschland produziert als Zulieferer von Fenster-herstellern Sonderfenster und Hebeschiebetüren aus Kunststoff. Das Unternehmen beschäftigt am Hauptsitz in Vreden rund 200 Mitarbeiter. Mit Produktionsstandorten in den USA und Polen sowie einer Vertriebsniederlassung in Italien ist VENTANA weltweit führend in diesem Nischenmarkt.

Das Unternehmen bietet ein breites Spektrum an technischen und handwerklichen Arbeitsfeldern. So werden dort Bogenfens-ter immer noch weitgehend in Handarbeit gebaut. Beim Bau von Hebeschiebetüren hingegen kommen auch computerge-steuerte Maschinen zum Einsatz. In der Verwaltung werden die Prozesse in der Produktion vor- und nachbereitet. Neben der Abteilung Einkauf, die das Material beschafft, lernen Auszubil-denden auch den Vertrieb, die technische Auftragsbearbeitung und das Rechnungswesen kennen.

Unternehmen und Sekundarschule haben verschiedene Projek-te geplant, die den Schülern einen Einblick in die Berufswelt ermöglichen. So besuchen Schüler im Technik-Unterricht an einem Tag die Lehrwerkstatt des Unternehmens und erledigen kleinere Aufgaben, in denen sie die Grundlagen der Arbeit in der Produktion kennenlernen. In Bewerbungstrainings werden sie zudem auf Bewerbungsverfahren vorbereitet.

Bei „Partnerschaft Schule-Betrieb“ geht es aber nicht nur um Berufsorientierung. Mit dem Projekt wolle die IHK die Unter-nehmen auch bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses unterstützen, erläutert IHK-Projektmitarbeiterin Vennemann. „Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen: Die Schüler erkennen ihre Interessen und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt, auch wenn das Zeugnis auf den ersten Blick etwas Anderes sagt.“

Geschäftsführerin Judith Pennekamp unterstreicht angesichts sinkender Schulabgängerzahlen die Notwendigkeit, keine Talen-te unentdeckt zu lassen: „Um unser Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln, müssen wir schon heute offensiv auf die jungen Leute zugehen und immer wieder begabte und motivier-te Jugendliche entdecken, ausbilden und fördern.“ Nur so könne ein Betrieb wettbewerbsfähig bleiben, so Pennekamp.

Schulleiterin Gisela Huning betont: „Das IHK-Projekt bietet un-seren Schülern, aber auch den Lehrern die Chance, Betriebe hautnah kennenzulernen und sich für Ausbildungsberufe und die Wirtschaft nachhaltig zu begeistern. Durch Ausbildungsbot-schafter und Betriebspraktika wird ein persönlicher Kontakt auf-gebaut, der Schülern den Weg in das Berufsleben erleichtert.“

Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen und Unternehmen in ihrem Bezirk Unterstützung bei der Anbahnung von Koopera-tionen an. Ansprechpartnerinnen für das Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ sind im Münsterland Inna Gabler, Telefon 0251 707-305, E-Mail gabler@ihk-nw.de und Melanie Vennemann, Telefon 0251 707-304, E-Mail vennemann@ihk-nw.de.

Informationen im Internet: www.ihk-nw.de/schule-betrieb

Foto/Bildtext:
Freuen sich auf die Zusammenarbeit: (v. l.) Linda Hilbring und Gisela Huning von der Sekundarschule Vreden, Melanie Vennemann von der IHK Nord Westfalen, Manuela Pieniak, Judith Pennekamp, Theresa Becking und Stefan Schwane-kamp von VENTANA.