2017: Ein erfolgreiches Jahr mit vielen Herausforderungen

Die Fensterbranche befindet sich aktuell in einer Boom-Phase. Gerade in dieser Zeit machen sich Unternehmen Gedanken über den Sinn des eigenen Sonderbaus und die Chancen den eigenen Umsatz durch den Zukauf von Sonderelementen zu erhöhen. Das hat in diesem Jahr Ventana deutlich gespürt, sodass das Wachstum im Vergleich zum Markt wahrscheinlich überproportional gewesen ist.

Aus diesem Grund hat Ventana personell und maschinell aufgerüstet. Durch zusätzliche Montage- und Biegetische konnte die Kapazität sowohl im Bereich der Sonderfenster als auch im Bereich der Hebe-Schiebe-Türen erweitert werden. Durch neue und flexiblere Schichtsysteme konnte auch die Kapazität im Bereich der personalintensiven Produkte von Ventana erhöht werden. Denn Fenstersonderbau ist nach wie vor Handwerk.

Kostenbewusst: Rohling statt Bogen
Gerade diese handwerkliche Kompetenz von Ventana hat auch dazu geführt, dass sich Kunden im Bogenfensterbereich zunehmend entscheiden, statt einzelner Bögen ganze Fensterrohlinge, teils komplett mit Beschlag, zu bestellen. „Der herkömmliche Fensterhersteller benötigt in jedem Fall mehr Zeit für den Sonderbau. Außerdem ist es für den Fensterhersteller oft schwierig, die Produktionszeit abzuschätzen, so dass die Preiskalkulation oft zum Wagnis wird. Mit uns weiß er vorher genau, was das Sonderfenster kostet.“, erklärt Geschäftsführer Stefan Schwanekamp.

Auch die Exportmärkte boomen
Die Gründe für die steil angestiegene Auftragskurve sind vielfältig, ein wichtiger Grund ist das wachsende Volumen aus den Exportmärkten Italien, Österreich, Schweiz und Benelux mit den jeweiligen landesspezifischen Anforderungen. Die Bearbeitung des italienischen Marktes wurde neu strukturiert und ein neuer Techniker wurde eingestellt, so dass auch für diesen Markt das landesspezifische Know-How noch einmal erweitert wurde.
Auch der französische Markt wird nun vom Standort Deutschland aus bedient. Ein Verkäufer und ein Techniker wurden eingestellt, landestypische Systeme aufgenommen und die Logistik erweitert.

Eine Herausforderung ist nach wie vor auch der deutsche Markt. Neue Profilsysteme mit einer steigenden Anzahl von Kammern verlängern den Biegeprozess und beeinflussen die möglichen Biegeradien erheblich. Teilweise können sie nicht einmal mehr oder nur eingeschränkt zu Sonderfenstern verarbeitet werden. Bei all diesen Entwicklungen stellt Stefan Schwanekamp eins klar: „Sonderbau ist Handwerk und erfordert exzellente Kenntnisse zu Beschlagstechnik, Montagemittel und Logistik, mal abgesehen von den manuellen Fähigkeiten, ein Sonderfenster in hoher Qualität zu fertigen. Dafür sind Fachkräfte von höchster Bedeutung, aber natürlich auch unser Netzwerk innerhalb der Branche.“


Selbstkritisch: Lieferverzögerungen
Bei allem Wachstum blickt die Geschäftsleitung auch kritisch auf das Jahr 2017 zurück. Denn eines der wichtigsten Merkmale von Ventana ist seit jeher die schnelle und termingetreue Abwicklung von Aufträgen, ein Kriterium, das in der Fensterbranche einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellt. Und genau in diesem Bereich gab es in 2017 teils Probleme. „Wir hatten  Lieferverzögerungen, die unserem Anspruch an Zuverlässigkeit zuwiderliefen“, erklärt Stefan Schwanekamp selbstkritisch. Mit einem Ausbau der Produktionskapazitäten, weiterer Digitalisierung innerhalb der Auftragsabwicklung und zahlreichen Neueinstellungen reagierte man zwar, aber eben noch nicht schnell genug. Diese Herausforderung zu meistern wird ein großes Ziel für das nächste Jahr sein. Auch der Kundenkontakt und der Informationsfluss soll noch einmal verbessert werden. Neben dem Besuch der Fensterbau Frontale (Halle 5, Stand 104) sollen die Kunden über weitere Medien anforderungsrelevante technische Informationen erhalten. Bereits in diesem Jahr erhielt eine Veranstaltung mit Live-Montagen von Hebe-Schiebe-Türen eine durchweg positive Resonanz.

Einen Grund zum Feiern gab es für die Ventana-Gruppe in 2017 auch noch: Ventana USA feierte 30-jähriges Firmenjubiläum.